Was es in Knossos zu sehen gibt | Führer zu Geschichte & Highlights
Der Thronsaal, die Große Treppe, das Delfin-Fresko und die riesigen Vorratskrüge – ein Rundgang durch den großen minoischen Palast.
Knossos belohnt, wer weiß, worauf er blickt – der labyrinthartige Grundriss kann verwirren, und viele der berühmtesten Fresken hier sind originalgetreue Nachbildungen von Werken, die in Iraklio aufbewahrt werden. Hier ist, worauf Sie auf Ihrem Weg vom Westhof durch den Palast bis zu den königlichen Gemächern achten sollten.
Der Westhof und die Eingänge
Sie beginnen im Westhof, einem weitläufigen, gepflasterten Platz, der von erhöhten Steinwegen durchzogen wird, die einst für Prozessionen genutzt wurden, mit dem Theaterbereich in der Nähe. Von hier erheben sich die Westfassade des Palastes und die Vorratskammern – Ihr erster Eindruck von der Größe einer Anlage, die einst mehrere Stockwerke hoch war und viele hundert Räume beherbergte.
Knossos war das Herz der Minoer, der ersten Hochkultur Europas; ein erster Palast stand hier ab etwa 1900 v. Chr. und wurde nach einem Erdbeben prächtiger wiederaufgebaut.
Der Thronsaal und der Zentralhof
Vom großen Zentralhof aus gelangt man in den Thronsaal mit seinem geschnitzten Gipsthron – oft als der älteste Europas bezeichnet –, flankiert von Bänken und Wänden mit bemalten Greifen, neben einem versunkenen Lustrationsbecken. Es ist der stimmungsvollste Raum in Knossos. Die Greifenfresken sind, wie alle anderen vor Ort, originalgetreue Nachbildungen; die Originale befinden sich in Iraklio.
Die Große Treppe und die königlichen Gemächer
Auf der Ostseite führt die Große Treppe über mehrere Stockwerke hinab zu den königlichen Gemächern – der Halle der Doppeläxte, auch „Megaron des Königs“ genannt, und dem Megaron der Königin mit seinem berühmten Delfin-Fresko und einem ausgeklügelten Entwässerungssystem. Lichtschächte, Säulen und Wassermanagement, die in einen mehrstöckigen Palast integriert sind, zeigen, wie fortschrittlich die minoische Ingenieurskunst vor mehr als dreitausend Jahren war.
Die Vorratskammern und der Stier
Entlang des Westflügels ziehen sich die Magazine, gesäumt von riesigen Vorratskrügen – Pithoi –, die das Öl, Getreide und Wein des Palastes aufnahmen – eine Erinnerung daran, dass Knossos das wirtschaftliche Kraftzentrum des minoischen Kreta war. Achten Sie auch auf die Stiermotive und das rekonstruierte Relief des angreifenden Stiers am Nordeingang: Der Stier war zentral für den minoischen Kult und den späteren Mythos des Minotaurus.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert der Besuch von Knossos?
Planen Sie etwa 1,5 bis 2 Stunden vor Ort ein; ein Guide oder ein Audioführer hilft, den rekonstruierten, labyrinthartigen Grundriss zu verstehen.
Was ist das absolute Highlight?
Der Thronsaal mit dem ältesten Thron Europas und seinen Greifen-Fresken – auch wenn die Große Treppe und das Delfin-Fresko ihm kaum nachstehen.
Sind die Fresken original?
Die Fresken vor Ort sind originalgetreue Nachbildungen; die Originale befinden sich im nahegelegenen Archäologischen Museum von Heraklion.
Wo sehe ich das Labyrinth?
Es gibt keinen einzelnen „Labyrinth“-Raum – die Legende entstand aus dem weitläufigen, verwinkelten, mehrstöckigen Grundriss des Palastes als Ganzem.